Essen und Shoppen auf Schinoussa

 

 

 

 

„Wanderer, kommst du nach Schinoussa fein,
tritt nicht daneben, tritt mitten rein!“

Will sagen: Schinoussa ist klein. Sehr klein sogar.
Mit anderen Worten: Tote Hose, nix los.

Selbst der Bäcker ist Anfang Juni noch nicht mal auf der Insel, er soll Mitte Juni kommen und seine Backstube wieder öffnen. Bis dahin kommt das Brot täglich frisch von Amorgós – außer

am Sonntag. 

 

 
Kurzum: im Hauptort von Schinoussa, auch Panagia genannt, gibt es Anfang Juni zwei Supermärkte, einen Ticketladen mit Souvenirs, ein paar Cafés, aber – oh Wunder – mehrere Restaurants, die geöffnet haben.

Aber der Reihe nach, alles leicht in der Hauptgasse zu finden. 

 

 

Der Supermarkt von Nikos Kovaios hat einen Generationswechsel hinter sich, die Alten gibt es zwar noch, aber der Nachwuchs hat die Geschäfte in gewohnter Weise übernommen, bewacht die ausgestopften Krokodile und wiegt die Orangen und Kartoffeln einzeln ab.

 

 

 

 

 

Der Laden ist nicht schlecht sortiert, hier liegt der Kartoffelsack noch vor derTür, Grundnahrungsmittel wie Brot, Wasser, Gemüse sind preiswert. Nur die exotischen Touristen-Artikel
wie Gouda-Käse (sprich "Gudá), Butter, Milch, Wurscht etc.

sind ziemlich teuer, wie auch im Supermarkt bei Popi auf Donousa oder bei Anna auf Iraklia.

 

 

Der Geldautomat gegenüber liefert dann die benötigte Kohle.
Der zweite Supermarkt, der von Eirini, ist etwas übersichtlicher.

 

 

 

Sehr aufgeräumt erinnern die halbleeren Regale eher an vergangene DDR Zeiten, aber das liegt wohl noch an der Vorsaison. Eirini ist gerade damit beschäftigt, die gelben Hülsenfrüchte auszusortieren, original Fava von Schinoussa.

 

 

 

 

Denn Fava ist auch der Verkaufsschlager ihres Restaurants,

das sie auf dem Dach des Supermarktes eingerichtet hat.

Stolz zeigt sie uns ihre Speisekarte, mit vielen Produkten

von der Insel. Aber vermutlich stürzen sich die Gäste dann

doch eher auf die angebotenen preiswerten Fleischgerichte,

wie Gyros und Souvlaki.

 

 

 

Probiert haben wir Fava dann im Restaurant „Kira Pothiti“.

Kira Pothiti selbst betreibt das Restaurant nicht mehr, es ist wohl inzwischen verpachtet.


Der neue Inhaber ist sehr aufmerksam und achtet auf Qualität, Geschmack und Design seiner Speisen. Den einen Euro mehr

für seine Gerichte zahlen wir gern und genießen Fava, die

ausgefallenen Rauke-Salate oder das leckere Schweinefilet

in Senfsauce.

 

 

 

 

 

 

 

Auch das „Deli“, ein paar Häuser weiter an der Hauptgasse, bietet gute Qualität zu annehmbaren Preisen.

  

 

 

Junge Leute aus Athen kennen die Ansprüche der internationalen Touristen, die jetzt im Juni hauptsächlich per Segelboot angereist kommen, meist nur für eine Nacht im ruhigen und sicheren Hafen von Mersini bleiben, dort unten

im „Mersini“ oder in der Fischtaverne Essen gehen, oder

abends einen Abstecher ins Dorf machen.

Weitere Shoppingangebote gibt es für sie nur noch im neuen Souvenirshop neben dem Deli, oder im BlueStar Ticketshop,

der eine kleine Kitschecke eingerichtet hat.

Hier gibt es auch die BlueStar- und Skopelitis-Tickets.
Tickets für die Artemis verkauft George Grispos,

Tsigouri Beach Villas.

 

 

Die mit viel Euphorie vor Jahren eröffnete Ladenzeile steht also

wieder leer.

 

 

Aber wir waren ja beim Essen.

Neben Kira „Pothiti“ und „Deli“ hat uns das etwas versteckte "Veggiera" noch gefallen, das man eher mit der Nase findet.

 

 

Der Grill steht auf der Straße, und so ab 21:00 h ist er auch nicht mehr zu übersehen. Hier grillt der Chef persönlich, die Familie mit den Kindern bedient. Man benötigt schon ein paar Griechisch-Grundkenntnisse, denn auf Englisch läuft hier wenig.

Die Portionen sind üppig, also bitte nicht zu viel von Allem bestellen.

 

 

Gut haben uns die gegrillten Lammkoteletts im "Veggiera" gefallen, mit Tsaziki und grünen Bohnen.

 

Das „Margarita“ (neben dem „Deli“ gelegen), wegen der guten Küche hochgelobt, hatte erst gestern den Betrieb

aufgenommen. 

 

 

 

  

Das Angebot war noch gering, und so entschieden wir uns für gegrilltes Hähnchenschnitzel und Schweinekotelett. Die Qualität war sehr dürftig, als käme das Fleisch tiefgefroren direkt auf den Grill. Na ja. Aber dafür hat die Aussicht einiges wieder

wett gemacht. 

 

 

 

 

Leider hatte auch das "To Kentro" an der Hauptgasse noch geschlossen, so dass ein wirklich erholsamer ruhiger Abend auf Schinoussa Anfang Juni garantiert ist. Wer will kann ja immer noch ins Café Loza, ins Café Deli oder ins Akbar Café abtauchen.

 

 

 

Und außerdem heißt es immer noch:

„Best things in life are free“, und so genießen wir auf

unserer Terrasse die frischen Mirabellen und Pflaumen,
die uns unsere Zimmerwirtin Akathi geschenkt hat.

 

 

 

 

Inselberichte