Naxos - Oasen der Stille 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei Orte haben mir dieses Mal auf Naxos besonders gefallen, Orte die Ruhe ausstrahlen und auch leicht aufzusuchen sind.

 

 

 

 

Da ist zum einen die kleine Höhlenkapelle Agios Ioannis Theologos. Sie liegt etwas unterhalb vom Kloster Moní Chrisostómos oberhalb von Naxos Stadt. An der Straße 

nach Engares kommt bald ein Abzweig nach rechts, du

siehst das Kloster schon oben am Hang. Kurz vor dem Kloster zweigt ein Pfad zum Kirchlein ab, das sich malerisch

an den Felsen schmiegt.

 

Von hier oben hast du einen herrlichen Ausblick auf Naxos Stadt, das Tempeltor und den Hafen, zum Greifen nah.

Die kleine Kirche ist über ein paar Stufen erreichbar, die Tür

ist offen. Du wunderst dich, wie klein der Innenraum ist,

halb in den Fels gebaut, ausgeschmückt mit herrlich bunten Heiligenbildern, hinter einem Vorhang verbirgt sich ein Altar.

Eine leere Ouzoflasche hält die Kerze.Stöbere ein wenig

in dem Gästebuch und trage dich ein (vom 22.06.07 müsste mein Eintrag zu finden sein), und genieße die Stille

und den heiligen Ort.

 

 

 


Der zweite Ort der Stille ist das verlassene Jesuitenkloster Kalamitsia. Ein kleiner Fußweg vom Ort Mélanes ist in

zwanzig Minuten passiert.

Die große Anlage überrascht durch ihre Lage und die gut erhaltenen Tonnengewölbe der einzelnen Räume.

Fünf mal zehn Meter misst das Refektorium, der Fußboden

ist noch erhalten und du kannst dir gut vorstellen, wie sich

das Leben der Mönche hier abgespielt hat. Der Blick durch

die Fenster schweift über ein fruchtbares Tal, die Lage ist einzigartig. Im Untergeschoss findest du weitere Räume,

eine Quelle, einen Opferstein, etwas gruselig.  
 

 

 


Das Kloster Fotodótis aus dem 15. Jh. erreichst du als dritten Ort mühelos von der Kapelle Agia Marina aus, die hinter Filoti liegt (an der Straße nach Danakós). Gegenüber der Kapelle beginnt ein ebener Schotterpfad, ohne Aufstieg erreichst du

in einer halben Stunde (nachdem ein paar Ziegengatter

passiert wurden, vorbei an Eichenbäumen) das markante Kloster, das mächtig in der Landschaft thront.  Es wurde renoviert, 937.000,- Euro EU-Gelder wurden verbaut,

trotzdem ist es geschlossen, nur von außen zu besichtigen.

Hinter dem imposanten Bau geht ein gepflasterter Eselspfad ab, er ist einer der schönsten Treppenwege der Kykladen überhaupt. Hinunter bis zum abgelegenen Danakós führt er

in einigen Windungen und du landest auf der Straße kurz vor dem Ort. Der alte Weg zurück durch Danakós und die Schlucht zur Kapelle Agia Marina war für uns schwer zu finden, wir landeten im Gestrüpp unter Schlangen und sind auf der Straße zur Kapelle

zurück gegangen.

Drei Orte, sicherlich nicht an einem Tag zu schaffen, aber
 

auf jeden Fall bieten sie eine schöne Abwechselung

zum Strandurlaub auf Naxos.
 

 

        

 

   

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