Mit Milch und Zucker?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Griechenland, ein Land mit großer Kaffeetradition,

hat seit langem den Nescafé für sich und seine Touristen entdeckt. Einfach in der Handhabung, gut in der Gewinnspanne, schnell in der Zubereitung.

 

Aber was so einfach aussieht, hat speziell in greece so seine Tücken, besonders in den etwas abseits gelegenen Tavernen, die wir gerne besuchen. Zum Frühstück bestellen wir uns zwei Nescafé. Alles klar. Nach ein paar Minuten kommt der Wirt zurück, die ersten Probleme:

„Nescafé hot or Frappé?“

Natürlich heiß, ist ja noch früher Morgen.

„Sugar, Milk?“ „One only with milk, without sugar,

one with sugar, black, please.“

 

“Yes, two with… sugar?”

“No, one no sugar, only milk, one with sugar, black.

 

Mein Englisch wird auch immer schlechter.

Ich versuche es auf Griechisch:

„ena me gála, ena me sáchari.“

“O.k.”

Na, gerettet. Der Kaffee kommt, Schaum obendrauf,

 welcher ist welcher?

Also abschmecken.

„Dieser ist süß, muss deiner sein.“

„Der hier ist auch süß, aber mit Milch unterm                         Schaum".

Ansonsten ist der Kaffee gut, am nächsten Morgen gehen

wir wieder in die Taverne, gleicher Tisch.

 

Wieder das Spiel mit dem Kaffee. In der ganzen Woche,

in der wir da sind, wird es uns nicht einmal gelingen,

den Kaffee so zu bekommen, wie wir ihn haben wollen.

Wir überlegen uns einen Trick: Beim griechischen Kaffee

geht das doch auch: glikó, métrio, skéto. Also bestellen wir beim nächsten Mal: „Dío Nescafé, skéto.“ Also schwarz, ohne alles.

„Nescafé skéto?“ Die Touristen werden auch immer bekloppter. Aber er versteht, was gemeint ist.

Natürlich haben wir inzwischen Zucker und Milch in kleinen Dosen selbst dabei, das Reisegepäck wächst und wächst.

 

Na bitte, geht doch.

 

 



 

 

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