Keine Ahnung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weißt du, worauf ich mich nach drei Wochen Griechenland
am meisten freue?

 

Auf ein schönes Vollkornbrot mit Leberwurst und Gürkchen. Oder auch mit Schwarzwälder Schinken. Da haben die Griechen nämlich keine Ahnung von – wie wir zu sagen pflegen. Und schönen Filterkaffee. Mit dem griechischen Filterkaffee –

wenn er denn überhaupt angeboten wird – kannst du dir ja höchstens die Schuhe putzen.

 

Und auf mein Auto. So blöd das klingt. Endlich mal wieder auf glatten Straßen fahren, mit Zentralverriegelung. Nicht jede Tür einzeln schließen wie vor hundert Jahren. Obwohl, von Autos scheinen die Griechen inzwischen schon eine Ahnung zu haben.

 

Als wir auf Amorgos am Hafen sitzen, schlurft ein Fischer zu seinem Bootsschuppen, öffnet die Tür und zum Vorschein kommt ein nigelnagelneuer Pickup, viel Chrom und Grünmetallic. Na ja, nicht unbedingt meine Farbe.

Aber immerhin locker 55.000,- Eur.Auf Folegandros bringt uns zum Abschied der Wirt vom Apartment Folegandros

(so nett wie sein Vater, der die Anlage vor Jahren gebaut hat) mit seinem Transit zum Hafen. Er verabschiedet sich von uns: „Nächste Woche kommt mein neuer Mercedes SLK, schwarz!“

 

Auf Folegandros, mit gefühltem 3 km Straßennetz!

Apropos Wurst: Wenn du dir die vielen Auswanderer-Sendungen im Fernsehen anschaust, hast du das Gefühl, deutsche Wurst und deutsches Brot sprießen weltweit wie Pilze aus dem Boden, in Brasilien, Südafrika, Australien.

 

Das wäre es doch: eine Wurstbude auf Folegandros!

 

Bratwurst, Schinken, Leberwurst. Mit Gürkchen.

Zum Ausliefern nehmen wir dann das neue schwarze Cabrio.

 

 



 

 

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