Die Griechen und ihre Tierliebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kennt ihr Frank?

Nicht Frank, sondern „Fränk“ ausgesprochen.

Er war ein Chow-Chow, ein echter Rassehund.

Frank war der Liebling von Kostas, unserem Zimmerwirt

auf Folégandros, noch im letzten Jahr. Jetzt hat Kostas geheiratet, den Hund brauchte er nicht mehr, er ist weg.

 

Vor zwei Jahren hatte er noch einen Husky, einen echten

Husky auf den Kykladen. Den Namen habe ich vergessen.

Er litt unter der Wärme und lag apathisch in der Rezeption

vor Kostas Füßen.

 

Im Jahr darauf war er ersetzt durch den lebhafteren Chow-Chow. Wo denn der Husky geblieben sei?

Ab nach Santorin.

So als hätte er sich ein Ticket gekauft und wäre per Fähre

nach Santorin abgehauen. Na, hoffentlich hat er es überlebt, kälter ist es dort auch nicht.

 

Das Verhältnis der Griechen zu ihren Haustieren ist schon

sehr merkwürdig und bleibt für mich unverständlich.

 

Auf der einen Seite werden die kleinen Lieblinge gepampert,

mit Halsband und Schleifchen verziert. Auf der anderen Seite werden Kettenhunde gehalten, die fast verrecken, werden ganze Würfe von Katzen und Hunden einfach umgebracht.

 

Natürlich kann man bei der Menge an Katzen sich nicht um

jede kümmern. Sie leben oft wild und streunend neben den Menschen her, die ihre Dienste als Mäuse- und Rattenjäger schon zu schätzen wissen.

 

Wie heißt noch ein Sprichwort: So wie die Menschen ihre Tiere behandeln, so behandeln sie auch ihre Mitmenschen.

 

Es gibt noch viel zu tun in Sachen Bildung, Aufklärung und Tierschutz auf den Kykladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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