All exclusive nach Griechenland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist ein ganz bestimmtes Gefühl, das mich jedes Jahr nach Griechenland zieht.

 

Es ist das Leben im Hier und Jetzt, das die Griechen – wie die Kinder -  noch gut beherrschen und uns vermitteln, einfach ansteckend. Vielleicht gibt es das noch anderswo, aber auf jeden Fall ist es in-greece so.

 

Sobald ich auf den Kykladen bin, ist es mir unmöglich,

mich mit Gestern und Morgen zu beschäftigen, ganz anders

als in Spanien, Italien oder anderen mediterranen Ländern,

wo mir das nicht gelingt.

 

Es ist, als ob ich in einer Blase lebe, geschützt für eine

gewisse Zeit. Mein Budget für diese Dauer kann ich mittlerweile gut einschätzen, obwohl auch hier alles teurer wird. 

 

Ich weiß, wie viel ich brauche und auch die kleinen Inseln,

die ich besuche, haben meist schon einen Geldautomaten

und sind noch relativ preiswert.

 

Mit diesem Background fühle ich mich frei, muss auf nichts verzichten, kann essen und trinken was ich möchte, suche mir eine nette Bleibe. 

 

Luxusartikel und Shopping-Meilen gibt es eh nicht.

Ich wähle den Standort und die Insel nach Lust und Laune,

wie der Meltemi mich treibt.

 

Dabei werfe ich oft die zu Hause gemachten Pläne über den Haufen, nie habe ich es je bereut. Dort wo man zur Zeit ist,

ist es gut. Es gibt kein: „wäre ich doch besser hier oder dort…“

 

Nichts ist einengender für mich, als in einer geschlossenen Hotelanlage All inclusive mit Bändchen um das Handgelenk

als Insasse zu gelten. Ich käme mir vor wie in einer geschlossenen Anstalt bei Vollverpflegung mit Handfessel,

trotz höchstem Komfort.

 

Und die Vorstellung, um 6 Uhr früh am Livadi oder Kedros Beach eine Liege mit meinem Handtuch zu reservieren, ist

eher grotesk.

 

So ist für mich ist ganz Griechenland ein All inclusive Club, 

die Inseln der Kykladen speziell sehr exklusiv.

 

Für eine Weile.



 

 

 

 

 

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