Stop-over Athen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich um 10:20 landet der Flieger in Athen.

Um 17:00 geht unser Highspeed 3 von Piräus nach Syros,

also haben wir noch genügend Zeit für einen kleinen Bummel und ein Mittagessen im Zentrum der griechischen Metropole.

 

Aber zunächst einmal ankommen, wir setzen uns auf eine Bank vor das Flughafengebäude, genießen die Wärme und das Licht. Lange bleiben wir nicht allein, zu uns gesellt sich ein älterer Grieche, er sieht müde aus, murmelt uns etwas vor, bis ich merke, dass er Englisch mit uns spricht.

„Twentyfour hours flight…“ Er kommt aus Australien, will weiter nach Limnos, wo seine Familie wohnt, der Anschlussflug ist erst in 5 Stunden. Die Griechen teilen sich halt gerne mit.

 

Wir sind angekommen. Es geht los. Wir nehmen die Metro,

die blaue Linie 3 zum Monastiraki-Platz, hinein in den Trubel.

 

Fahrpläne sind für mich nicht ersichtlich, ich achte auf das Flugzeugsymbol auf den Fenstern der Wagons, die Metro geht jeweils zur vollen und halben Stunde. Ansonsten hat man die Chance, in den Weiten Attikas zu landen.

 

Die Fahrt dauert 40 Minuten, dann hinein ins pralle Leben.

Die Koffer sind schnell verstaut, wir finden ein Schließfach

im Bahnhof Monastiraki, groß genug für 2 Trolley´s,

3 EUR den Tag. Auf dem Vorplatz heftiges Treiben,

Obsthändler haben ihre Stände aufgebaut, es gibt Kirschen

und Südfrüchte in Mengen. Das macht Appetit.
 

  

Wir schlendern die Mitropóleos Street hinein und kehren bei

O Thanasis ein (das zweite oder dritte Lokal auf der rechten Seite), dem Spezialisten für Kebab bei den Griechen.

Die zarten Hackfleischröllchen aus einem Mix von Lamm- und Schweinefleisch sind wunderbar gewürzt mit einer soliden Grundlage auf Pita-Brot mit Zwiebeln und Tomaten

(Thanasis-Teller mit 4 Kebab). Schön, dass man in greece zu jeder Tages- und Nachtzeit Essen gehen kann.

Und so preiswert mitten in Athen.

Das komplette Menü mit Greek Salat, Kebab -Teller und Getränke kostet gerade mal 20 EUR für 2 Personen. Billiger
als auf den Inseln. Die Athener wissen das zu schätzen, und
ein Kebab Pita steht gar nicht erst auf der Karte. Das isst nur der Insider.

Ein paar Schritte weiter: nach dem Bauch etwas für den Geist.
 

  

Die kleine byzantinische Kapnikarea-Kirche in der Ermou

ist geöffnet, Fotografieren streng verboten.

Ich versuche es trotzdem und mir gelingt ein Bild von den Deckenfresken. Muss man gesehen haben, einfach schön.

 

Direkt daneben in einer Seitenstraße: das Café Kapnikarea. Nicht viel los um die Mittagszeit, aber ein paar Musiker haben sich zusammengefunden. Kleines Konzert – ganz untouristisch.

  

Wie geht´s weiter? Der Blick zur Arkropolis verspricht nichts Gutes. Sieht eher nach Baustelle aus. Also bleiben wir unten, beobachten die vielen Afrikaner mit ihren mobilen Verkaufsständen voller Handtaschen-Kopien bekannter Marken.

 

Sie scheinen immer auf dem Sprung. Auch hier: Fotografieren nicht erwünscht. Sofort werden die Taschen in große Bettlaken gebündelt und ab geht´s nur nächsten Ecke durch den Flohmarkt.

 

Zum Beispiel in die Adrianou-Street. Sie ist mit ihren vielen Cafés und Tavernen inzwischen eine gute Alternative zu den Flaniermeilen in der Plaka. Der neueste Schrei: Outdoor-Aircondition. Kühles Wasser wird von oben in dünnen Röhren über die Köpfe der Gäste gepustet. Ein Ventilator verteilt den Dunst und sorgt für Frische. Es funktioniert!

(Sieht nur scheiße aus).
 

  

Dann zieht es uns doch weiter nach Piräus, mit der alten Linie 1 in 20 Minuten erreichbar, müssen ein neues Ticket ziehen,  unsere Fahrtunterbrechung war zu lang (sagt man uns wenigstens). Wir hatten uns schon auf die fast lebensgefährliche Überquerung der Uferstraße am Hafen gefreut, aber zu unserer Überraschung ist wie aus dem Nichts eine Fußgängerbrücke entstanden, mit Rolltreppen, Lift, allem pipapo.

 

Endlich wurde mal ein sinnvolles Bauvorhaben vollendet!

Das Abholen des online-bestellten Hellenic-High Speed Tickets im Verkauftcontainer am Hafen klappt problemlos.

 

Noch ein Frappé in der 24 Stunden Taverne am Pier und ab auf die High Speed 3. So kurzweilig können mehr als 6 Stunden Wartezeit vergehen. Doch dann nix wie weg aus dem lauten Piräus. Ab auf die Inseln.

 

Die Vorfreude ist riesengroß, der Start schon mal gut gelungen.   
 



 

 

 

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